Zuerst war es 1 Plappermaul und in der Zwischenzeit sind es eben nun 6 an der Zahl. 

Ich wünschte mir schon als Kind immer einen zahmen, sprechenden Papagei, aber da so ein Vogel sehr viel Zeit benötigt, konnte  ich mir erst nach der Heirat und mit einem Teilzeitjob den Wunsch erfüllen.

"Coco", unser grosses Gelbnacken-Mädchen kam mit 7 Monaten zu mir und seither machten wir alles nur noch zusammen (inkl. Reiten). Sieben Jahre später kam noch das Blaustirn-Mädchen "Coci" dazu, welches ein Bekannter meines Mannes aus dem Ausland mitbrachte. Sie wurden nie Freundinnen, aber vertrugen sich gut. Als wir uns dann später zwei eigene Islandpferde kauften, war natürlich nicht mehr so viel Zeit für die Papageien vorhanden wie früher. Also beschlossen wir, den Mädels einen Partner zu kaufen, damit sie sich von uns lösen sollten um evtl. später sogar eine eigene Familie zu gründen.  "Coco" und Gelbnackenmann "Süsler" verstanden sich mehr oder weniger von Anfang an gut, obwohl er sie sehr schroff behandelte. "Coci" jedoch brauchte 4 Männer zur Auswahl, bis sie sich endlich entscheiden konnte. Der Auserwählte hiess "Büebu" und heute sind die zwei unzertrennlich. Nachwuchs hat sich leider bis jetzt (trotz Eiablage) noch nicht eingestellt, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

   

Die Jahre gingen vorbei, bis sich endlich bei den Gelbnacken Nachwuchs zeigte (Eier hatte sie sehr bald gelegt, aber die Jungen starben immer kurz vor dem Schlupf ab, oder die Eier wurden von den Eltern zerstört). Die Freude war riesig, als es dann nach mehreren Versuchen doch noch klappte (die Eier nahm ich nun von Anfang an weg und deponierte sie im Kühlschrank, bis das Gelege vollständig war. Es waren immer drei an der Zahl, welche sie dann auch optimal ausbrütete. Der Schreck war gross, als ich feststellen musste, dass die Jungen nicht gefüttert wurden und einfach verhungerten, trotz lautem Geschrei. Sie taten mir sehr leid und seither beschloss ich, sie sofort nach der Geburt aus dem Kasten zu nehmen und sie im Brutkasten von Hand aufzuziehen. Es war nicht so ganz einfach und der Zeitaufwand war enorm (alle 2 -3 Stunden füttern und das auch nachts). Aber der Aufwand lohnt sich und ich habe jedesmal sehr viel Freude mit ihnen, da sie doch unglaublich zahm und anhänglich wurden. Der Nachteil bei der Sache ist jedoch, dass sie nachher ausschliesslich auf den Menschen geprägt sind, was sich auf die spätere Zucht eher nachteilig auswiken kann.

     

Im Sommer 2001 ist dann leider unser "Süsler" an Aspergulose (Pilzerkrankung der Athemwege) gestorben. "Coco" trauerte sehr lange. Ich hatte dann das Glück von einem Züchter, dessen Männchen, welches ebenfalls Wittwer wurde, zu erwerben. Sie verstehen sich unterdessen sehr gut und ich hoffe natürlich sehr, dass sich in den nächsten Jahren wiederum Nachwuchs einstellen wird. Wenn es soweit ist, werden sie es auf jeden Fall über die Rubrik "NEWS" erfahren.

 Nun zu unseren Grauen.  Als die Ex-Schwiegermutter meines Mannes starb, erbte er den grauen "Coci" (scheint der häufigste Name der Papageien zu sein). Er wurde bei dieser Frau gehalten und verwöhnt wie ein Kind und hatte es deshalb sehr schwer, sich bei uns einzuleben. Wir beschlossen dann ebenfalls, für ihn ein Frauchen zu suchen, was unserer Meinung nicht ganz so einfach sein würde, da "Coci" doch schon ca. 30 Jahre alt war und Artgenossen seines gleichen überhaupt nicht kannte. Nach längerer Suche fand sich dann schliesslich eine Partnerin, welche zwar erst zwei Jahre alt war. Wir hatten unsere Zweifel, ob das wohl gut gehe und siehe da, es ging von Anfang an sehr gut. Das Mädchen "Laura" (mal nicht "Coci") war zwar sehr dominant, aber sie vertrugen sich ausgezeichnet. Wer weiss, vielleicht stellt sich auch da mal was "Junges" ein. "Laura" ist unsere "Superplaudertasche. Als Rednerin ist sie unschlagbar. Sie kennt alle Namen unserer Hunde (auch z.T. die der Ferienhunde) und Katzen und hilft dann auch ganz schön lautstark bei der Erziehung  mit. Auch telefonieren ist eine grosse Leidenschaft von ihr.

Ueber diese schönen und interessanten Vögel gäbe es noch viel zu erzählen, aber was ich Ihnen zum Schluss doch noch ans Herz legen möchte ist, KAUFT UND HALTET NIE EINEN EINZELVOGEL. ES IST TIERQUÄLEREI UND FÜHRT UNWEIGERLICH ZUM NEUROTIKER, FEDERRUPFER ODER SCHREIER. Denn ehrlich, wer hat schon Zeit, sich von morgens bis abends mit dem Vogel zu beschäftigen....? (Fast) NIEMAND!